Vest. Der 13. September wird ein Super-Wahltag: Neben dem Landrat werden der Kreistag, in den Städten die Bürgermeister und Stadträte, das Ruhrparlament und oft auch noch ein Integrationsrat gewählt. Die Vorbereitungen laufen bereits seit Wochen auf Hochtouren, die Wahlbenachrichtigungen sind zugestellt.
In Marl sind immerhin 68.217 Personen (Stand: 9. August) wahlberechtigt. Am 13. September wird in 22 Wahlbezirken mit 47 Stimmbezirken und ebenso vielen Wahllokalen gewählt, die nahezu alle barrierefrei zugänglich sind.
In Recklinghausen sind bereits weit über 15.000 Anträge auf Briefwahl gestellt worden. Zum Vergleich: 2014 waren es weniger als 12.000. Eine Entwicklung, die Recklinghausens Wahlleiter Ekkehard Grundwald nicht zuletzt auf die Corona-Pandemie zurückführt. Auch in Dorsten liegt sie mit 12.000 weit über dem Ergebnis von 2014 (7700). In einem Stimmbezirk haben bereits rund 30 Prozent gewählt!
In Marl gab es schon frühzeitig Ärger über Wahlplakate. Längst nicht jedes Wahlkampf-Team halte sich an die städtischen Spielregeln, erklärt Marls Ordnungsdezernent Michael Bach. Ordnungsamtsleiter Heinz-Peter Mühlenberg erinnert daran, dass Plakate nicht die Sicht auf Verkehrszeichen beeinträchtigen dürfen und nicht an Bäumen hängen dürfen. Zur Not müsse man die Werbung entfernen und Bußgeldverfahren einleiten.
In Dorsten machte sich eine Partei einen „Spaß“ daraus, an einer Stelle besonders viele Plakate aufzuhängen – zufällig dort, wo Bürgermeister Tobias Stockhoff wohnt. Ob das seine Wahl beeinflusst?
Herten hat bereits angekündigt, dass in diesem Jahr am Wahltag keine öffentliche Ergebnispräsentation im Rathaus stattfindet. Interessierte können sich über die Homepage und die Facebookseite der Stadt nach Schließung der Wahllokale informierten. Wer sich bis zum 12. September für einen Newsletter anmeldet, erhält die Ergebnisse der Wahlbezirke per E-Mail (pressestelle@herten.de).
Übrigens: Sollten Stichwahlen notwendig sein, finden sie am 27. September 2020 statt.

