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Deichrückverlegung: Die Lippe gewinnt

Vest. Die Deichrückverlegung im Bereich Haltern-Lippramsdorf und Marl gehörte zu den großen Themen der Lippeverbands-Versammlung.

Durch das „HaLiMa“-Projekt werde die Lippe erheblich gewinnen – auch wenn die eigentliche Intention zum Neubau der Deiche die langfristige Sicherung des Hochwasserschutzes für Haltern und Marl ist. Der Technische Vorstand des Lippeverbandes, Dr. Emanuel Grün wies darauf hin, dass der begonnene erste große Bauabschnitt mit einem Investitionsvolumen von 44 Mio. Euro aufgrund einer Vergabebeschwerde erst mit rund neun Monaten Verzögerung starten konnte. Ein Mitbewerber, der bei der Vergabe des Bauauftrags leer ausgegangen war, hatte Rechtsmittel gegen die Auftragsvergabe eingelegt, so dass der ursprünglich geplante Baubeginn in 2015 nicht mehr möglich war. Der Spatenstich für „HaLiMa“ erfolgte schließlich im August 2016 im Beisein von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Die Eckpunkte des groß anlegten Bauprojektes: Bis 2022 sollen 5,6 km Deiche neu gebaut und 0,8 km bestehende Deiche zu einem 3-Zonen-Deich umgebaut werden. Die alten Deiche werden später abgetragen. Die Lippe wird breiter und flacher, es entsteht eine rund 60 Hektar große Flussaue. Dazu werden insgesamt rund 3,2 Mio. Kubikmeter Boden bewegt.

Auch hier setzt der Lippeverband in erheblichem Maße auf Transporte per Schiff, rund 65 Prozent sollen auf dem Wasserweg abgewickelt werden. Neu: Anders als ursprünglich geplant, soll dazu nicht der vorhandene Hafen AV genutzt werden, sondern eine neue Anlegestelle am nördlichen Kanalufer entstehen. Im Gegenzug kommt der Lippeverband mit nur noch einer Bandbrücke über die Lippe aus. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass zwei Brücken über den Schifffahrtskanal und über die Lippe gebaut werden müssen. Die neue Lösung ist eindeutig wirtschaftlicher.

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