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In Dorsten drohte Ölkatastrophe


Dorsten. Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der A 31 bei Bottrop-Kirchhellen sorgte das ausgelaufene Heizöl auch in Dorsten für einiges an Problemen. Da eine größere Menge Heizöl aus einem defekten Tank in die Kanalisation laufen konnte, gelangte es über kleine Bäche in den Schölzbach und drohte anschließend auch in die Lippe zu fließen. Von den 32.000 Litern Heizöl konnte die Feuerwehr 28.000 Liter sichern und auf einen anderen Tanklaster pumpen. Alleine aus dem Erdreich wurden 6.000 Liter Heizöl gesichert. 4.000 Liter sind jedoch in die Umwelt gelangt.

Der Schölzbach fließt von Bottrop aus nach Dorsten. Darum wurde die Untere Wasserbehörde des Kreises in die Sofortmaßnahmen eingebunden, als klar war, dass nicht das gesamte Heizöl gesichert werden kann.

Der Kreis hatte gemeinsam mit der Feuerwehr Dorsten zehn Ölsperren eingerichtet: Ölschlängel, die das Öl an der Oberfläche abfangen, das Wasser jedoch durchlassen. Von der Stadtgrenze Dorsten/Bottrop bis zum Übergang in die Lippe wurden die Sperren installiert. „Bis zum Abend ist kein Öl an der Sperre zur Lippe angekommen“, sagte Roland Eichner von der Kreisverwaltung.

Nun werden sich der Lippeverband und der Wasser- und Bodenverband Schölzbach als Unterhaltungspflichtige in Kooperation mit der Unteren Wasserbehörde um die weiteren Maßnahmen kümmern.

Am Donnerstagmorgen war gegen 9.15 Uhr der mit 31.000 Liter Dieselkraftstoff beladene Tanklastzug auf der A 31 in Höhe der Anschlussstelle Bottrop-Kirchhellen von der Fahrbahn abgekommen. Der Lkw geriet ins Schleudern, drehte sich um die eigene Achse und kam auf der Seite liegend im Graben zum Stillstand.

Der 45-jährige Fahrer aus Steinfurt wurde im Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Anschließend wurde er mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. An einer Kammer des Tanklastzuges war ein Leck entstanden, aus dem der Kraftstoff austrat.


Fotos: Bludau

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