
Marl. Ein gepflegtes Äußeres, der erste Eindruck – was für viele Menschen Eckpunkte des Lebens sind, das gilt auch fürs Wohnen. Die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft Neuma setzt die Erkenntnis Schritt für Schritt um. Jetzt hat der Wohnblock an der Barkhausstraße 63 mit 52 Wohnungen auf sieben Etagen eine Auffrischung bekommen. Überwiegend weiß gestrichen, mit Grau und Rottönen als Akzenten.
Auch das Umfeld des 44 Jahre alten Gebäudes hatte eine Überarbeitung dringend nötig. Die Müllcontainer und Automaten (Zigaretten und Präservative) wurden versetzt. Die Sperrmüllablage verschwand hinter einer grünen Wand. Der Weg zum Eingang wurde mit beleuchteten Bäumen aufgewertet, das Haus ist videoüberwacht, der Aufzug neu verkleidet, die Erdgeschoss-Wohnungen wurden um Terrassen vergrößert.
Womit die Optik schon mal stimmt, 250.000 Euro wurden dafür aufgewendet. Im Innern wurden zwei Wohnungen schon mal modernisiert, im nächsten Jahr wird Schritt für Schritt weitergemacht, kündigt Neuma-Geschäftsführer Christoph Thier an.
Das Engagement lohnt sich. Der Leerstand hat sich auf zehn Wohnungen reduziert, über den gesamten Wohnungsbestand hat die Neuma eine Quote von 4,4 Prozent. „Das ist gut, aber noch zu viel.“
Die höhere Qualität gibt es nicht kostenlos. Derzeit beträgt die Grundmiete 3,80 Euro, eine Anhebung „mit Fingerspitzengefühl“ ist angesagt.
Weitere ältere Wohnhäuser will die Neuma nach und nach überarbeiten. Insbesondere geht es um Aufzüge, die sich besonders ältere Menschen wünschen. Dafür müssen Neubauten zurückstehen.

