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Vor den Raupen kamen erst mal die Hubschrauber

Dorsten. Straßenbäume, Waldränder und die Eichenbestände in Parks, an Schulen und Kindergärten sind wieder in Gefahr: In Kürze wird wieder die Eichenprozessionsspinnerraupe auftauchen. Und deshalb wurde sie in diese Woche wie im vergangenen Jahr aus der Luft bekämpft. In den betroffenen Gebieten hatten Handzettel mit Informationen die Aktion angekündigt. Betroffene Schulen und Kindergärten waren persönlich informiert worden.

Bei trockenem Wetter waren am Dienstag und Mittwoch Straßen auf der Hardt und in Holsterhausen, in Deutschen und Wulfen beflogen worden.

Neben der Luftbekämpfung wurden weitere städtische Bäume am Dienstag und Mittwoch auch vom Boden her besprüht.

Das verwendete Spritzmittel ist – sachgemäß angewendet – für Menschen sowie Haus-und Nutztiere nicht schädlich. Dennoch mussten Bürger in den betroffenen Bereichen während der Sprühflüge Fenster und Türen ge-schlossen halten.

Mit Hilfe der rechtzeitigen Bekämpfung der frisch geschlüpften Raupen kann sichergestellt werden, dass sich dass sich die Eichenprozessionsspinner nicht völlig unkontrolliert ausbreiten. Das Sprühmittelsoll die jungen Raupen noch vor Ausbildung der feinen Gifthärchen treffen. Ziel ist es, so viele Raupen wie möglich abzutöten, noch bevor sie ihre nicht ungefährlichen Flimmerhärchen ausbilden. Zu einem späteren Zeitpunkt können die Raupennester nur noch unter Vollschutz entfernt oder ausgebrannt werden.

Die feinen Flimmerhärchen der Raupen, die sich in weißen, an Eichenstämmen anhaftenden Kokons zu Kleinschmetterlingen entwickeln, können gesundheitsgefährdende Reaktionen verursachen. Die feinen Haarpartikel fliegen Hunderte von Metern weit und können beim Menschen für allergische Hautreaktion, starken Juckreiz und beim Einatmen für Asthma-Anfälle sorgen.

Der Hubschrauber flogen die Baumkronen so tief an, dass diese sich durch die entstehenden Luftwirbel der Rotoren öffnen. In diesem Moment gesprüht, legt sich der Wirkstoff sparsam und gleichzeitig höchst effektiv um die Blätter. Die Raupen nehmen beim Fressen den Wirkstoff auf und werden dadurch infiziert. Sie sterben noch vor der Ausbildung der feinen Gifthärchen und können so keinen Schaden mehr anrichten.

Privatleute, auf deren Grundstücken Bäume stehen, die bereits im vergangenen Jahr von der Raupe befallen waren, müssen erneut befürchten, die Raupenplage im eigenen Garten zu haben. Sie müssen sich selber um das Problem kümmern. Auf der Internetseite der Stadt Dorsten ist eine Liste von Spezialfirmen veröffentlicht.

Informationen 02362/663752 und 66320 und auf der Homepage der Stadt Dorsten unter www.dorsten.de.

Eine Hotline für Standortmeldungen bereits befallener Bäume wurde im Ordnungsamt eingerichtet. Unter 02362/663203, 663751 und 663754 können Bürger die Standorte befallener Bäume melden. Sie werden in ein Kataster eingepflegt, die Grundlage der Bekämpfung im nächsten Jahr ist.

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