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Mit Tritt aufs Gaspedal in ein Stauende gerast?

Dorsten. Es war einer der schlimmsten Verkehrsunfälle im Vest: Drei Autoinsassen verbrannten im Sommer 2010, zwei wurden schwer verletzt, fünf Pkw und ein Laster gingen in Flammen auf. Jetzt muss sich der 47-jährige Kerpener Peter T. vor dem Landgericht Essen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten.

Der 47-jährige hatte am 2. Juli 2010 gegen 14.28 Uhr die Autobahn A31 in Richtung Bottrop befahren. Der Tempomat war auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit eingestellt. Kurz hinter der Anschlussstelle Schermbeck hatte sich ein Verkehrsstau gebildet, der beide Fahrspuren betraf und deutlich erkennbar war.

Trotzdem sei der Angeklagte mit seinem Lkw nahezu ungebremst auf einen VW Golf aufgefahren. Möglicherweise habe er bei der Deaktivierung des Tempomaten irrtümlich auf das Gaspedal getreten, so die Anklageschrift. So geriet der Golf unter den Vorderteil des Lkw. Der schob ihn vor sich her, geriet auf die linke Fahrbahn, touchierte mehrere Fahrzeuge. Sie rutschten zum Teil von der Fahrbahn und verkeilten sich ineinander.

Der Lkw des Angeklagten kam an der Mittelplanke zum Stehen und fing Feuer. Fünf weitere Fahrzeuge, die in unmittelbarer Nähe zusammengeschoben waren, fingen ebenfalls Feuer und brannten vollständig aus. Insgesamt waren 14 Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt.

Die drei Insassen des Golfs verbrannten eingeklemmt in ihrem Fahrzeug. Mehrere weitere Personen aus anderen beteiligten Fahrzeugen erlitten leichte Verletzungen. Zwei Insassen mussten schwer verletzt längere Zeit im Krankrenhaus stationär behandelt werden.

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