
Vest (art). Es juckt und brennt und tränt. Eine Niesattacke reiht sich an die Nächste. Im Vest ist Heuschnupfen-Hochsaison. Und wer sich jetzt schon die Augen reibt: Es geht gerade erst los.
Dr. Stefan Altmeyer ist Hautarzt und Allergologe in Oer-Erkenschwick – er kennt die lästigen Symptome der „allergischen Pollenrithis“ nur zu gut, hatte selbst als Kind „ziemliche Probleme mit Gräsern und Roggen.“ Er erklärt: „Heuschnupfen ist eine krankhafte Überreaktion gegen Substanzen, an die der Körper eigentlich gewöhnt ist.“ Es kann ausnahmslos es jeden treffen und das auch noch in jeder Lebensphase. Die Gründe? „Unbekannt, ein großes Geheimnis der Wissenschaft, wenn Sie so wollen“, sagt der Experte.
Die meisten Menschen sind gegen Birke und Gräser allergisch – allein diese Pollen fliegen von März bis August.
Wer unter Symptomen leidet, sollte einen Peick-Test machen – dazu werden diverse Allergene auf den Unterarm aufgetragen, welcher leicht angerizt wird. Das klärt, was genau die Auslöser sind.
Was können Betroffene konkret machen? Der Doktor: „Hängen Sie keine Wäsche im Freien auf, waschen Sie sich abends die Haare und lassen Sie die Fenster nachts geschlossen.“ Auch Präparate können helfen. Es gibt Sie in Tropfen-und Tablettenform. Und keine Sorge: Die neue Generation bringt meist keine Müdigkeit mehr mit sich.
Der Spezialist empfiehlt zudem eine Desensibilisierung. „Dafür wird der Körper über einen längeren Zeitraum mit dem Allergen konfrontiert“. Der Effekt: Zwischen 80 und 90 Prozent der Patienten sind anschließend frei von Beschwerden.

