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Die Stasi spionierte auch in Marl

Marl. Am Mittwoch, 13. April, 19.30 Uhr, berichtet Prof. Dr. Müller-Enbergs in der Marler Stadtbibliothek über DDR-Spionage in Nordrhein-Westfalen im Allgemeinen und in Marl im Besonderen. Vermutlich dürfte vor allem die damalige Hüls AG Ziel dieser Stasi-Aktivitäten gewesen sein.

Das DDR-Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) hatte nach einer neuen Studie mehr inoffizielle Mitarbeiter (IM) als bislang bekannt: 1989 insgesamt rund 189 000 IM. Grundlage für diese Erkenntnisse ist die Studie des Politikwissenschaftlers Helmut Müller-Engbergs von der Bundesbehörde für Stasiunterlagen in Berlin. Der 1060 in Haltern geborene Referent ist Diplom-Politologe. 1986–89 studierte in Münster und Berlin und arbeitet als wissenschaftlicher Referent bei der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen. 2007 promovierte er zum Dr. phil., seit 2010 ist er Honorarprofessor an der Faculty of Humanities der Syddansk Universitet in Odense (Dänemark).

Veranstalter dieses Informations-und Diskussionsabends sind die insel, die GEW, das Ev. Sozialseminar Marl-Hüls und Arbeit und Leben. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter Tel. 02365/99-4299 oder 880777 oder www.marl.de/vhs.

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