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Kandaouroff-Überfall: Raub mit Todesfolge

Haltern/Schermbeck/Bochum. Gegen die drei mutmaßlichen Täter, die den Halterner Gastronomen Klaus Kandaouroff (80) überfallen und getötet haben, ist jetzt Anklage erhoben worden: Raub mit Todesfolge.

Vor zehn Monaten hatten Mladen P. (43) aus Haltern, Michael M. (46) aus Schermbeck und Volker H. (47) aus Haltern ihren Plan ausgeführt: Sie wollten – so die Anklage – den Inhaber des Halterner „Seehofs“ überfallen, als er in sein Haus in Datteln gehen wollte. Er sollte gefesselt werden um ihn zu zwingen, den Safe zu öffnen, damit die drei an Schmuck und Bargeld kamen. Sie vermuteten mehrere 100.000 Euro im Haus.

Doch es kam anders. Als Mladen P. dem 80-Jährigen einen Revolver an den Kopf hielt, löste sich ein Schuss. Von einem Mord ist gleichwohl nicht die Rede. Mladen P. und Michael M. flüchteten sofort, Volker H. hatte mit dem Fluchtwagen auf dem Parkplatz eines Fast-Food-Restaurants gewartet.

Die Mindeststrafe für Raub mit Todesfolge liegt bei zehn Jahren Haft. Der Staatsanwalt geht davon aus, dass alle Angeklagten wussten, dass die Waffe geladen war.

Mladen P. soll schon vor Jahren den Plan gehabt haben, Kandaouroff auszurauben. Er muss sich auch noch für einen Raubüberfall auf eine 76-jährige Seniorin in Bochum verantworten.

Der Prozess vor dem Landgericht Bochum soll spätestens im August beginnen.

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