Recklinghausen. „Unsere Innenstadt soll schöner werden“ lautet der Appell des Bürgermeisters Wolfgang Pantförder in Anlehnung an den gleichnamigen Dorfwettbewerb. Zu diesem Zweck hatte die Verwaltung ins Rathaus eingeladen, um den Ist-Zustand zu begutachten und den Soll-Zustand zu diskutieren. Zahlreiche Gewerbetreibende hatten sich in den großen Sitzungssaal eingefunden. Ziel der Verwaltung ist es, Gestaltungsrichtlinien für die Altstadt zu entwerfen, und zwar unter Berücksichtigung der Wünsche der Geschäftsleute. Deshalb wurde die Diskussion auch protokolliert, um die Anregungen anschließend in die Arbeit der Gremien einzuspeisen.Ein Ärgernis für die Händler sind die überbordenden Außenangebote zahlreicher Billiganbieter. „Es kann nicht sein, dass das Außenangebot größer ist als der Laden selbst“, äußerte sich Peter Pohl, Vertreter der Hettlage-Gruppe. „Das hat etwas von Basar-Charakter, aber schlecht gemachtem Basar-Charakter.“Auch gute Noten wurden verteilt. Beispielsweise schmücken viele Händler ihre Eingänge mit Blumenkübeln. Hier wurde angeregt, dem immer stärker werdenden Vandalismus Einhalt zu gebieten, etwa durch Einsatz eines Sicherheitsdienstes.Rudolf Strunk, zweiter Vorsitzende der Werbegemeinschaft warnte vor zuviel Regelungswut. „Was spricht dagegen, dass Händler auf ihr Angebot aufmerksam machen.“Mit diesen Vorschlägen und Anregungen wird sich die Stadt in der nächsten Zeit auseinander setzen. Ein Ende der Diskussion ist nicht in Sicht.

