Dorsten. 48 Monate Haft, das ist das Urteil des Landgerichts Duisburg für einen 52-jährigen Dorstener Banker für seine Betrügereien in Millionenhöhe (das Sonntagsblatt berichtete). Ein mildes Urteil, mit dem das Gericht das Geständnis des Angeklagten „honorierte“ und die Tatsache, dass er nur einen geringen Teil des Geldes in die eigene Tasche gesteckt hatte.
Seine leitende Stellung bei einer Filiale der Dresdner Bank hatte der Dorstener 2004 und 2005 ausgenutzt, um zunächst seine Karriere nicht zu gefährden. Eine ungeschickte Kreditvergabe brachte ihn zunächst in Nöte. Offensichtlich wurde er von den Nutznießern dann unter Druck gesetzt.
So verschaffte er den nunmehr Mitangeklagten und Mittätern gefälschte Sicherheiten, beschaffte mit Hilfe frei erfundener Personen Baukredite. Am Ende belief sich der Schaden auf rund drei Millionen Euro. Angeklagt waren 18 Fälle.
Mitangeklagt war ein 47-jähriger Oberhausener, der wegen Betrug und Beihilfe zur Untreue in sieben Fällen eine Freiheitsstrafe von 32 Monaten bekam. Ein 59-jähriger Dinslakener wurde zu einer 16-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt, ein 51-jähriger Dinslakener zu einer siebenmonatigen Freiheitsstrafe.
Die umfassenden Geständnisse, die lange Zeit der Ermittlungen und der späte Prozessbeginn (wegen Überlastung des Gerichtes) wirkten sich mildernd auf die Strafe aus.

