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Eisige Zeiten in Recklinghausen

Recklinghausen (dug). Drinnen war es gemütlich warm, draußen hatten sich die Straßen zu einer gefährlich spiegelglatten Eisbahn verwandelt. Während Bürgermeister Wolfgang Pantförder bei der Jahrespressekonferenz der Stadt einen Ausblick auf 2011 gab, kam die Nachricht per SMS auf das Mobiltelefon des Stadtoberhauptes: Blitzeis auf den Straßen, ein Feuerwehrwagen im Einsatz verunfallt. Das Löschfahrzeug kostete satte  320.000 Euro und war der Stolz der Recklinghäuser Feuerwehr. Am Dienstag Abend knallte es während einer Einsatzfahrt gegen einen Ampelmast auf der Akkoallee und wurde schwer beschädigt.Pantförder sprach über wichtige Weichenstellungen und davon, dass er ein spannendes Jahr erwarte. Dazu gehöre der Neubau der Arkaden, für die die ersten Baumaßnahmen nach den Sommerferien erwartet werden. Ein Mammutprojekt, für das zwei Jahre Bauzeit veranschlagt sind. Der Bürgermeister sieht darin eine sehr weitreichende Maßnahme, die dazu führen werde, dass die Wirtschaft der Kreisstadt nachhaltig gestärkt wird.Als zweite historische Entscheidung bezeichnete Pantförder die Entscheidung über die Gründung eigener Stadtwerke, wozu noch ein strategischer Partner gefunden werden müsse. „Auch der richtige Weg muss noch ausgelotet werden,“ sagte Wolfgang Pantförder. Positive Signale aus der Bevölkerung würden schon jetzt das Vorhaben unterstützen.Große Sorgen macht der Stadtspitze die Finanzausstattung der Kommune. „Unsere Enttäuschung ist riesengroß“ und damit sprach Pantförder direkt die Landesregierung an, mit der er hart ins Gericht ging. „Wir waren davon ausgegangen, dass die Wahlversprechen eingehalten werden. Das Gegenteil ist eingetreten,“ so der Bürgermeister. Unter Regierungsschefin Hannelore Kraft (SPD) wären die Zuwendungen an die Kreisfamilie von 363 Millionen Euro auf 338 Millionen Euro gesunken. „Ein Minus von 25 Millionen, mit dem wir deutlich schlechter dastehen“.Bereits die Zuwendungen des Vorjahres hätten nicht ausgereicht, fügte Pantförder hinzu.

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